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Leipzig 2004

 

(ChM)Das wichtige Spiel gegen Sachen Leipzig und das neue Zentralstadion waren genug Grund für 7 erlesene Brothers (inklusive Gäste) einen langen Trip Richtung Ostdeutschland anzutreten. So trafen sich die Brüder und Schwestern um kurz vor 6 Uhr an diesem Samstagmorgen am Wattenscheider Rathaus, wo die zwei Fanbusse der FAW abfahren sollten. Die Rucksäcke und Taschen waren gut gefüllt, denn neben den üblichen Speisen, wie hart gekochter Eier und Frikadellchen waren diesmal olympische 10,5 Liter köstlicher Mischung dabei. Kaum eingestiegen und angefahren wurden diverse Drehverschlüsse, der praktisch portionieren Mischungen, aufgeschraubt. „PROST!“ schallte es durch die ersten Reihen des Busses und schon konnte die feucht, fröhliche Fahrt beginnen. Bereits nach den ersten Kilometern wurde jedem klar, dass es ein recht lustiger Ausflug werden würde, denn der Alkohol wirkte schnell und deutlich. Nach den zusätzlich eingelegten Pils und Blue Runden wurde dann gefrühstückt und die ersten Eier wurden geschlachtet. Manch ein Ei war allerdings nicht so hart wie es von außen schien.


 

Stan und Quink mit Puma ! 

 



Dann folgte die Rast irgendwo neben der A7. Zunächst wirkte alles normal, ein ermunternder Toilettengang, Zigaretten nachlegen, nichts Besonderes bis dahin. Doch irgendwann öffnete sich die Tankstellentür und drei Strategen mit Cowboyhüten kamen heraus. Schnell sprach sich das Schnäppchen herum und im Handumdrehen vervielfachte sich die Zahl der 3-Euro-Hutbesitzer. Ein weiterer ankommender Bus mit Rentnern auf einer Kaffeefahrt trottete kopfschüttelnd an den Cowboys vorbei. Kurz darauf ging es dann weiter Richtung Osten.

So manche Betriebstemperatur war mittlerweile erreicht und so wurde es von Millisekunde zu Millisekunde lustiger im Busabteil. Auch bei der zweiten Rast blieb kein Auge mehr trocken, denn Knubbelchen Renner wäre mit seinem eleganten und geschmeidigen Körper fast auf der Kinderspielplatzrutsche stecken geblieben. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die Kolonne für das leckere Fläschchen Hansa-Pils (Anmerkung vom Autor: Wie ich es vermisst habe!).

Um kurz vor eins trafen die beiden Auswärtsbusse dann endlich am neuen Zentralstadion ein. Nachdem sich die „Massen“ über den schlammigen Parkplatz geschleppt hatten ging es direkt in den imposanten Neubau der Ostmetropole. Schon beeindruckend was dort entstanden ist. Die stark betrunkenen Augen der Reisenden erkannten ein schönes, reines Fußballstadion ohne übertriebenes Schicki-Micki-Schnicki-Schnacki wie z.B. in Schalke. Leider ein reines Sitzplatzstadion, aber auch dies ist mittlerweile zu ertragen. Das nette Personal vor Ort versorgte den Auswärtsmopp direkt mit frisch gezapftem Bier und durchaus ansehnlichen Speisen (Hat jemand das Fischbrötchen probiert ?). Dann begann endlich das Spiel. Nach wenigen Minuten war für den subjektiven Betrachter klar, dass einiges gehen könnte für die SG. Nach der Führung durch Katriniok konnten die Gastgeber zwar noch ausgleichen, doch nach 38. Minuten stand fest, dass die Leutzscher nur noch mit 10 Mann weiter spielen durften. Kraicy erhielt die gelb-rote Karte. Kurz darauf erhöhte Teichmann zum 2:1, was gleichzeitig der Pausenstand war. Die zweite Hälfte war dann zunächst ausgeglichen und Leipzig hatte gar das 2:2 auf dem Fuß. Einzig allein der Pfosten rettete. Im direkten Gegenstoß machten die 09er dann alles klar. Löbe traf zum 3:1 ehe er einige Minuten später nochmals traf. Kurz vor Knapp schoss Schönberg noch das 2:4.

Ein dickes Lob muss man den treuen Sachsen Fans zukommen lassen, denn was die Jungs Support- und Stimmungstechnisch nach dem 1:3 von sich gegeben haben, war wahrlich eine Klasse für sich. Noch Minuten nach dem Spiel feierten die Fans ihre Mannschaft und forderten ihr Team vor die Kurve. Wahrlich eine tolle Sache, die in dieser Form nur äußerst selten zu sehen ist.

 

Das Stadion vor dem Spiel 

 


Ein dickes Lob muss man den treuen Sachsen Fans zukommen lassen, denn was die Jungs Support- und Stimmungstechnisch nach dem 1:3 von sich gegeben haben, war wahrlich eine Klasse für sich. Noch Minuten nach dem Spiel feierten die Fans ihre Mannschaft und forderten ihr Team vor die Kurve. Wahrlich eine tolle Sache, die in dieser Form nur äußerst selten zu sehen ist.

Auf Wattenscheider Seite wurde jedoch ebenfalls ausgiebig gefeiert. Die meisten der Kehlen waren nach dem Spiel schon heiser. Ganz großen Sport präsentierte uns Blues Brother Knubbelchen, der zunächst in der ersten Halbzeit drei Ordner unterhielt und anschließend einige Beamte des Bundesgrenzschutzes belästigte. Danach wand er sich erneut einigen Herren vom Wachpersonal zu. Nachdem er den Ordnern für einige Euros Getränke ausgegeben hatte, ließen diese Knubbelchen in einen anderen Block stiefeln. Schleunigst startete er anschließend einen Block zu Block Wechselgesang, den allerdings niemand hörte. Kurzerhand entschieden sich die Ordner das Knubbelchen abzuführen und zurück in den Gästeblock zu bringen. Man munkelt auch das hätte noch einige Getränke gekostet.

Nachdem sich dann schließlich die letzten Leute am Bus zur Rückfahrt eingefunden hatten, ging es "back" in Richtung Wattenscheid. Kaum im Bus schon machte Knubbelchen die Augen zu. Offensichtlich war der Wechselgesang zu anstrengend gewesen. Auch Obercowboy Z. meinte eine Auszeit nehmen zu müssen (wie zuvor im Stadion und auf der Hinfahrt). Gogo sorgte für Stimmung indem er die Titelmusik von Lucky Luke dezent in manch schlafendes Cowboy-Ohr summte. Dann das güldene M. Ruppi versorgte noch schnell den Bus mit diversen Schottengutscheinen, ehe ein Zu-Fuß-Drive-In-Versuch unternommen wurde, welcher kläglich scheiterte. Auf normalem weg wurde dann das Essen bestellt und vertilgt. Höhepunkt der Schotten-Viertelstunde war ein Luftballonduell zwischen Ruppi und einem jüngeren McDonalds Besucher. Der kleine Mann hielt verzweifelt einen orangenen Luftballon in der Hand. Rupp schnappte sich einen Gelben und fuchtelte mit dem Ballon vor dem nun verwirrten jungen Herrn herum. Mit lauten „Gelb schlägt Orange“ Rufen unterhielt Rupp somit den ganzen Laden. Die Mutter des kleinen versuchte verzweifelnd ihren Sohn zur Seite zu zerren, doch er stand nur da und schaute verdutzt zum Tisch hinauf. Schließlich gab sich Ruppi geschlagen. Ein weiteres Highlight war Knubbelchens versuch eine Gurke an die Decke des Schnellrestaurants zu schleudern. Er versagte kläglich und traf lediglich den Burger von Henning Zett.

 

 


Die letzte Etappe wurde eingeläutet und der satte und müde Haufen bewegte sich zurück in den Bus. Nach der, ein oder anderen, Zwischencola wurden die letzten alkoholischen Getränke geöffnet. Hinter Dortmund (an der Araltankstelle hinter dem Indupark in der Kurve wo man nur 80 kmh fahren darf) wurde dann schließlich der Bus gesäubert. Freundlicherweise hatte der andere Bus seinen kompletten Müll neben die Tankstellentonnen geschmissen. Der Wärter stolperte kurz darauf aus seinem Häuschen und brabbelte aufgeregt etwas von Sauereien und anderen Sachen. Der Müll wurde selbstverständlich eingepackt und mitgenommen.

Gegen 22:30 Uhr hielt der Bus dann an der Eule. Grund : Die Brothers hatten noch einem Mitbrother zu gratulieren. Michael „Schnü“ Schnückel feierte seinen 31sten Geburtstag in der Eule. Kaum drinnen schon standen die ersten Schnäpschen auf einem Tablett bereit. Der Abend endete dann schließlich mit einer Partie Ohne-Arme-Saufen an der Theke.

Ein langer Tag mit vielen Getränken, vielen lustigen Momenten und einem schönen Sieg ging zu ende. Bis zur nächsten Autzwärtztour und die wird sicher noch steigerungsfähig sein. ÖÖÖÖRRRrrrrr…….. ;-)



Glückauf !


26.04.04