"JGA" Renner 2009
(ChM)Als Samstag Nacht laute Musik aus den Boxen dröhnte, sich zahlreiche Stimmen unter die Klänge mischten, sich Gewitter fern hielten und die Stimmung Ihren Siedepunkt erreichte, da war jedem klar, dass Wochenende war ein Erfolg.
Alles begann an der „Ücke“. Die Zukünftige war eingeweiht und so war der Einlass in die Wohnung kein Problem. Ein sanftes Klopfzeichen und die Tür öffnete sich. Leise schlich das Abholkommando ins Schlafzimmer, dann wurde die Kamera eingeschaltet und der Blitz geladen. Von einem leisen Klicken und einem hellen Licht geweckt, wachte der Junggeselle zuckend auf. Sichtlich erschrocken realisierte er langsam, was die Stunde geschlagen hatte. Besonders amüsiert zeigte er sich über die Anwesenheit seines Lieblingsarbeitskollegen, denn die beiden hatten sich eigentlich für eine kurze Samstagsschicht in Solingen verabredet. Nach einem kurzen Moment im Badezimmer, stellte man ihm seine gepackte Tasche und einen Schlafsack bereit. Nur wenige Minuten später stand Bastian vor dem Haus und seine Augen wurden nun mit deiner Schlafbrille verdunkelt.
| „Bevor du heiratest, halte beide Augen offen, doch hinterher drücke eines zu.” |
Tastend wurde Bastian zu einem bereitstehenden Fahrzeug geführt und auf den Beifahrersitz gesetzt. Nach einer kurzen Irrfahrt durch Wattenscheid kam das Fahrzeug schließlich auf dem Parkplatz des Lohrheidestadions an. Mit immer noch verbundenen Augen wurde der Junggeselle durch das Stadion geführt und erreichte schließlich die neue Tribüne. Hier hatten sich alle anderen Teilnehmer versammelt und warteten darauf, dass der Tag endlich richtig losgehen konnte. Nur wenige Augenblicke später war es dann so weit. Die Schlafbrille fiel und die Jungs prosteten dem Noch-Junggesellen zu.Nachdem sich die erste Aufregung gelegt hatte, wurde nun ordentlich gefrühstückt. Mit Fleischwurst, Mett und frischen Brötchen stärkte sich die Mannschaft für die anstrengenden Stunden. Was nun noch fehlte, war eine ordnungsgemäße Verkleidung. Hierzu wurde Bastian kurzerhand in ein Fässchenkostüm gesteckt und bekam zudem noch einen schicken Bierhut aufgesetzt.
![]() |
![]() |
|
![]() |
| „Ein Ehepaar, das sind zwei Menschen, die sich für das Finale qualifiziert haben.” |
Mit dem extra für das Wochenende hergerichteten Bus ging es dann auf die Autobahn. Das Ziel war Ostwestfalens Oelde und hier die Pott`s Brauerei. Doch bevor die geplante Brauereibesichtigung begann, zuckelte der ferrarirote Linienbus über die A2. Neben der Farbe konnten jedoch keine weiteren Gemeinsamkeiten festgestellt werden und so jagte der Bus mit wahnsinnigen 75km/h über die Autobahn. Selbst holländische Wohnwagen zogen vorbei. Der Stimmung tat dies keinen Abriss, denn mit lauter Musik und kalten Getränken ließen es sich die Insassen gut gehen. Pünktlich um kurz vor Zwölf traf der Bus am Brauereiparkplatz ein. Nach einem kurzen Fußmarsch und einer kurzen Wartezeit startete die Brauereibesichtigung. Bastian musste gleich mit anpacken, denn seine Aufgabe war es, fertige Bierbrot-Teiglinge in einen Steinofen zu schieben. Dies gelang ohne Verletzungen. Danach startete die eigentliche, rund einstündige, Tour durch die Brauerei. Neben kurzen Einblicken in den Lager- und Filterbereich wurde der Gruppe ein Filmchen über „Wasser“ gezeigt. Die einschläfernde Musik und das Plätschern des Wassers im Hintergrund sorgte bei einigen für kurzfristige körperliche Entspannungserscheinungen. Schnarchattacken wurden jedoch durch empörtes Anstoßen unterbunden. Nach einem kurzen und abschließenden Blick ins Biermuseum ging es dann an eine gemütliche Brotzeit. Selbstverständlich durften auch die zuvor besichtigten Produkte verköstigt werden. Die herausschielende Sonne lockte dann so manchen an die frische Luft. Man machte es sich im Außenbereich gemütlich. Gegen 15:00 Uhr endete der Besuch der Pott´s Brauerei und der Junggeselle und seine Begleiter machten sich auf den Weg zurück zum Bus. Kaum waren die Bustüren geschlossen, fing es plötzlich an zu regnen.
|
|
|
| „Der ideale Ehemann raucht nicht, trinkt nicht, flirtet nicht und - existiert nicht.” |
|
Pott`s Brauerei, Oelde www.potts.de Münsterländer Privatbrauerei im Schönen Oelde. Besonders Empfehlenswert ist das dunkle Landbier. Vor Ort außerdem ein Angenehmer Gastronomiebetrieb |
Landgasthaus Fa. Lönne www.landgasthaus-loenne.de Hotel- und Gaststättenbetrieb seit 1912 Neben Räumlichkeiten zum Feiern bietet das Haus eine Kegelbahn, einen Fussballplatz, einen Tennisplatz und einen wunderbaren Biergarten. |
Der Regen verzog sich ähnlich schnell wie er gekommen war und kaum war die Ortsgrenze von Oelde überquert begrüßte uns die Sonne wieder. Nach einer Fahrt von knapp zwanzigminütiger Dauer erreichten wir dann schließlich das Tagesziel, den Landgasthof Lönne. Der mitten in den Bauern gelegene Gasthof hat so manches zu bieten. Neben einem schönen Biergarten, einem Kneipenraum und einem Restaurant mit Wintergartenteil, gibt es ferner eine Kegelbahn sowie einen Tennis- und einen Fußballplatz. Für den JGA war eine separate Fläche vorbereitet. Bereit standen eine kleine Partygarage, einige Bierzeltgarnituren sowie ein Grill und eine Zapfanlage. Tagesordnungspunkt Nummer eins war das Aufbauen des Mannschaftszeltes. Anschließend begaben sich die ersten Gestalten auf den angrenzenden Fußballplatz. Geplant war ein Match gegen ein paar „Eingeborene“. Offensichtlich durch den bisherigen Verlauf des Tages physisch beeinflusst spielte eine kleinere Truppe unter Führung des Junggesellen gegen ein paar Jungs, die dort zufällig kickten auf. Scheinbar war man jedoch der Meinung, dass es sich hierbei um den richtigen Gegner handeln würde. Nach einer Spielzeit von rund 20 Minuten wurde dann abgepfiffen und den bereits verschwitzen „Jungs“ mitgeteilt, dass man gegen den falschen Gegner gespielt habe. Kurzfristiges Entsetzen machte sich breit, doch nachdem sich das weite Rund mit einigen Kiebitzen und dem richtigen Gegner gefüllt hatte, waren die Akkus (auch Dank angebotener „Wundermittel“) wieder voll aufgeladen. Es folgte ein heißes Match gegen die Ostwestfalenauswahl. Es ging lange Zeit hin und her, jedoch konnte man eine knappe Niederlage nicht verhindern. Auch die Aufnahme von isotonischen Getränken in der Halbzeit vermochte keine Besserung bringen. Nach dem Schlusspfiff ging es dann zur dritten Halbzeit an den Grill. Gemeinsam verköstigte man die herangeschafften Fleischberge und Salate. Der eigens dafür abgestellte Grillmeister kam ordentlich ins Schwitzen und sorgte für wunderbar gegrilltes Fleisch. Auf dem wahrlich glühendem Höllenfeuer gelang jedes Fleischstück und alle Anwesenden wurden mächtig satt.
|
|
| „Ehe= Eine gerechte Einrichtung: die Frau muß jeden Tag das Essen kochen, und der Mann muß es jeden Tag essen.” |
Der weitere Abend brachte allen Beteiligten Spaß und Partylaune. Die Musikanlage wummerte Songs durch den Abendhimmel und die Stimmung wurde immer ausgelassener. Während der Dämmerung kam es dann zu einem zweiten sportlichen Vergleich. Elfmeterschießen war angesagt. Die erhöhte Schwierigkeit war, dass der Torwart auf einem Stuhl in der Mitte des Tores zu sitzen hatte. Der Sieg ging an die Blues Brothers. Zeitgleich kam es dann zum Drama der Tour. Busfahrer Vossy zog sich durch eine wahrhaft rüpelige Attacke eines Mitreisenden eine Wunde an der Stirn zu. Fazit der Aktion: 5 Stiche im Krankenhaus von Rheda. Nach der Rückkehr war die Welt aber wieder in Ordnung und alle konnten gemeinsam weiter feiern. Nach und nach verschwanden dann die ersten Kandidaten in ihren Feldbetten oder Hotelzimmern und schließlich war nur noch eine kleine Gruppe übrig, welche sich dann dazu entschloss noch einen kurzen Absacker in der Hotelbar zu nehmen. Vor Ort machte Bedienung Janina klar, dass es maximal noch eine Runde geben würde. Aus einer wurden zwei Runden, aus zwei Runden schließlich drei …und einen Schröder gab es auch noch. Als dann schließlich der Juniorchef die müde Janina ablöste und dann noch Lennis Welthit „SG Wattenscheid 09“ auflegte, war endgültig kein Halten mehr in Sicht. Die Stimmung tobte und der Abend nahm kein Ende. Erst als die Uhr halb vier geschlagen hatte, gingen die übriggebliebenen Jungs ins Bett. Der Junggeselle Bastian hatte es geschafft. Er war als letzter im Bett !
| "Man ist glücklich verheiratet, wenn man lieber heimkommt als fortgeht." |

Prost Junggeselle !
Der nächste Tag begann bei schönstem Wetter. Allmählich pellten sich alle Beteiligten aus ihren Schlafsäcken oder Betten und trafen sich auf dem Hof. Bis auf einige wenige Ausfälle trollte man sich dann geschlossen zum gemeinschaftlichen Frühstück. „War hier nicht vor vier Stunden eine Party?“Nach dem Frühstück wurden die Sachen gepackt und das Mannschaftszelt abgebaut. Gegen 11 Uhr ging es dann im roten Ferraribus zurück Richtung Wattenscheid. Es war mal wieder geschafft. Ein weiterer Junggeselle ist verabschiedet und der nächste folgt bestimmt J
| „Denk daran, dass eine gute Ehe von zwei Dingen abhängt: erstens den richtigen Menschen zu finden und zweitens der richtige Mensch zu sein.” |














