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Babelsberg 2003
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(ChM)"Kann mal jemand der nicht Betrunkenen ,den Betrunkenen sagen, dass sie etwas leiser sein sollen ?" (Zitat Reisegast im Zug von Dortmund nach Berlin am 07.06.03 um 07:15 Uhr)
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5 Jahre Blues Brothers Wattenscheid
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So war es dann endlich soweit. Am frühen Morgen des 07.06.03 trafen sich 20 Männlein und Weiblein, welche sich auf den Weg machten um nach Berlin und Babelsberg zu reisen. Der Grund war ein einfacher. Zunächst einmal stand das letzte Spiel der SG Wattenscheid 09 in dieser Saison an und außerdem feierten die Blues Brothers Wattenscheid ihr fünfjähriges Bestehen. So war es dann endlich soweit. Am frühen Morgen des 07.06.03 trafen sich 20 Männlein und Weiblein, welche sich auf den Weg machten um nach Berlin und Babelsberg zu reisen. Der Grund war ein einfacher. Zunächst einmal stand das letzte Spiel der SG Wattenscheid 09 in dieser Saison an und außerdem feierten die Blues Brothers Wattenscheid ihr fünfjähriges Bestehen.
Mehr schlecht als recht guckten die meisten an diesem "frühen" Morgen aus der Wäsche, doch nach der Übergabe unserer Tour-Shirts hellten sich bereits einige der müden Gesichter auf. Der Zug fuhr dann um 06:35 Uhr ein und schnurstracks wurden die vorreservierten Plätze gesucht und eingenommen. Nachdem wir dann auch Jens zu seinem Platz gebracht hatten, ging die fröhliche Hinfahrtsparty auch schon los. Zunächst stand die ein oder andere Mischung auf dem Programm, bevor es dann an die noch gekühlten Partyfässchen ging. Bereits auf Höhe Gütersloh dürften die ein oder anderen ein kleines bisschen angeheitert gewesen sein. Nachdem die Hinfahrtsreserven zu Ende gingen wurde dann das Bistro im Speisewagen gestürmt. Frisch gezapftes vom Fass für 1,80 €. Wer kann da schon "nein" sagen. Schließlich erreichten wir den Berliner Ostbahnhof, wo unsere erste Etappe endete.
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Die Reiseleitung wurde nun gewechselt und unser Berlinexperte übernahm zielstrebig seine Aufgabe. Schnell war die richtige S-Bahnstrecke ausgemacht und so ging es über das Berliner Ostkreuz Richtung Landbergerstraße. Leider meinte die Reiseführung noch einen kleinen Spaziergang machen zu müssen und so stieg das Trüppchen eine Station zu früh aus. Nach einem 25.Minütigen Fußmarsch erreichten wir dann aber unser Ziel. Das Generator Hotel in Berlin hieß uns an dieser Stelle Willkommen. Beam me up Scotty, denn das Hotel erinnerte sehr stark an das Raumschiff "Enterprise". Einchecken konnten wir erst am Nachmittag und so durften wir unsere Reisetaschen in einem separaten Raum abstellen und Richtung Innenstadt ziehen. Via Straßenbahn (TRAM) ging es zunächst zum Alexanderplatz. Dort angekommen wurde ein "Subway-Restaurant" gestürmt und geplündert. Brennt es noch im Hals, Herr Renner ? Anschließend trennten sich die Wege. Die Herren der Schöpfung machten sich auf um eine passende Kneipe für das anstehende Länderspiel zu finden und die weiblichen Mitfahrer strömten in Richtung Stadt um etwas shoppen zu gehen. Der Weg der Herren war ein einfacher. Ab in die Linie "100" und los ging es durch die Stadt. Vorbei am Brandenburger Tor und dem Reichstag, vorbei an der Siegessäule zum Zoologischen Garten. Im Schatten des Kuhdamms kehrten wir zunächst in einen Biergarten ein und genossen für 3,50 € ein Löwenbräu-Alster vom Fass. Die Zeit drängte und unser Ziel war nun der Potsdamer Platz mit dem Sonycenter. Unsere Hoffnung war die Liveübertragung auf der dort stehenden Großbildleinwand, doch leider schien das Spiel Schottland gegen Deutschland dort niemanden zu interessieren. Nur noch eine Stunde Zeit bis zum Anpfiff und keine Kneipe in Sichtweite. In der U-Bahn bekamen wir dann einen heißen Tipp. In der nähe des Jahnstadions (Berlin Thunder bzw. BFC Dynamo) erstürmten wir schließlich 10 Minuten vor Anpfiff die Vereinskneipe von Empor Berlin (Grüße an den Wirt!). Schnell war klar : ein Glückstreffer ! 0,5 Liter Radelberger, Warsteiner oder Berliner Pilsener vom Faß für gerade mal 2,50 €. Weltklasse. Frisch betrunken mussten wir anschließend zurück zum Hotel ! Einchecken ! Doch der Weg war beschwerlich, denn irgendeine freie Kirchengemeinschaft feierte an diesem Pfingstwochenende im Jahnstadion eine Messe nach der anderen. Sprüche wie "Jesus liebt euch auch" waren keineSeltenheit. Raus aus der U-Bahn und rein ins Hotel ! Nach einer 30 Minuten Zwangspause ging es dann direkt zur Happyhour an die Hotelbar. Die Pegel blieben Konstant und sogar das Hoteleigene Essen wurde ausgekostet. Hamburger mit Pommes und Salat. Nur Knubbelchen musste unbedingt aus der Reihe fallen und bestellte sich zusätzlich "Rote Grütze", welche ihren Namen wahrlich verdient hatte. Ein Wunder, dass dieses Zeug nicht im dunkeln geleuchtet hat.
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Ab durch die Mitte !
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Mahlzeit
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Der Abend verlief dann eher Ruhig. Billard, Kickern und Internetsurfen standen auf dem Programm. Kurz vor der Beendigung des Abends sollten wir dann noch in das Vergnügen kommen einen Bekehrungsversuch zu erleben. Eine Dame der bereits benannten Kirchengemeinschaft wollte uns überzeugen, an einem Gottesdienst Teil zu nehmen. Eine Diskussion die mit einem einseitigen : "Mit betrunkenen diskutiere ich nicht, der Alkohol ist nicht gut für euch, Jesus schütze euch" endete. Um 2 Uhr ging es dann schließlich in die Federn. Um Punkt acht Uhr standen die ersten aber bereits wieder beim Frühstück. Weiche Brötchen, grünes Rührei, ein paar Würstchen und Speck machten die müden Glieder wieder munter. Frisch geduscht ging es durch das heiße Berlin. Mehr als 30 Grad machten die S-Bahnreise mehr als unerträglich und auch der kleine Zwischenstopp am Wannsee brachte nicht die gewünschte Abkühlung. Erst der kleine Biergarten an der S-Bahnstation regte zu mehr an. Vom Wannsee ging es dann weiter nach Babelsberg. Die Sonne brannte und die ersten Unwetterberichte aus der Heimat trafen ein. Dann die Katastrophe : Keine Essen und nichts zu trinken im Stadion. Grauenhaft. Das einzige was es in der Auswärtskurve gab, waren Saunaklohäuschen von Dixie. Grandios. Erst nach einigen Minuten begannen die Babelsberger durch den Zaun Getränke zu verkaufen. Die Sonne besorgte den Rest und schon war so manche Lampe wieder hell am Leuchten. Das Spiel plätscherte vor sich hin und Wattenscheid ging mit seiner Rumpftruppe schließlich mit 5:3 unter. Einziger Lichtblick an diesem Tag war Charly Kuntz, der in seinem ersten Spiel für die erste Mannschaft 3 Treffer erzielte. Nach dem Spiel verabschiedete sich die Mannschaft artig von seinen Fans. 15 Minuten Fußmarsch zur S-Bahnstation und schon saßen die Brothers wieder in den rollenden Saunaparadiesen. Der Schweiß lief wie ein Wasserfall und alle stöhnten vor sich hin. Nach fast einer Dreiviertelstunde Fahrt kamen wir schließlich wieder im Osten Berlins an. Der Dönermann (2€ pro Stück!) und McDonalds versorgten uns mit weiteren überlebenswichtigen Vitaminen. Im Biergarten des Generator-Hotels gab es dann noch einmal das , ein oder andere, Alster vom Fass. Um 19:30 Uhr begann dann der Ausmarsch Richtung Ostbahnhof, wo unser ICE auf uns wartete. Wieder in die heiße U-Bahn über diverse Bahnhöfe auf den großen Bahnsteig. Treppe rauf, Treppe runter. Weitere Meldungen von Unwettern trafen ein und so kam es, wie es kommen musste. Auf dem Weg von Berlin Richtung Stendal hielt der Zug auf freier Strecke an und durfte nicht weiterfahren. Die Gunst der Stunde wurde genutzt und das Bordbistro ein letztes mal gestürmt. Eine Stunde später fuhr der Zug schließlich weiter und über Dortmund gelangten wir schließlich zurück ins schöne Wattenscheid. Das Fazit dieser Tour ist schnell gezogen : Bahnreisen mit Bordbistros sind einfach Weltklasse. Jubiläumstouren sowieso und Raumschiffhotels sollte jeder einmal gesehen haben. Berlin war wahrlich eine Reise wert. Man feiert nicht jedes Jahr seinen fünften Geburtstag, doch Gründe zum feiern können immer gefunden werden.
Grüße an Erst Eiswürfel !
09.06.03
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Und Prost
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